rt_neuDer Text von Billy Joels Welthit „We didn’t start the fire“ (…“it was always burning since the world is turning“), der im Wendejahr 1989 veröffentlicht wurde, dreht sich um die politische Seite der Menschheitsgeschichte, also auch um Machterhalt und Machtverlust.

Für die 68er fällt der Vorhang

Der Soziologe Vilfredo Pareto sah in der Geschichte einen „Friedhof der Eliten“. Die „Eliten“ – die Etablierten, die Mächtigen – waren einst als „radikale Reformer“, als Avantgarde angetreten, nur um nach einer Zeitenwende von anderen verdrängt zu werden.

Die Zeit der 68er und ihrer Epigonen, die wie keine zweite politische Generation die Bundesrepublik und andere westeuropäische Staaten wie insbesondere Frankreich geprägt haben, neigt sich dem Ende zu. Für sie fällt der Vorhang, langsam aber sicher.

Wie aktuell Pareto ist, zeigt ein hysterischer Kommentar des Salonlinken Jakob Augstein, der den heraufziehenden Elitenwechsel bereits ahnt und lautstark bejammert:

Damals, als der Advent der Rechten vielleicht noch hätte abgewendet werden können, interessierten sich jedoch viel zu wenig Politiker und Publizisten für die Wirklichkeit des Landes. Erst jetzt, da die ‚Welt, wie wir sie kennen‘ bedroht ist, wird es den Eliten mulmig.

Die AfD und andere freiheitlich-patriotischen Parteien in Europa sind die Kräfte des Wandels. Sie haben sich auf den Weg gemacht, Land und Kontinent politisch zu gestalten – so wie einst die 68er. 2017 werden sie weitere entscheidende Schritte auf diesem Weg zurücklegen.

AfD 2017 dem Auftrag des Grundgesetzes auf Bundesebene gerecht werden

Er ist ein demokratischer Weg, der im Hinblick auf unsere AfD allein dem Auftrag des Grundgesetzes folgt. Es weist in Artikel 21 den Parteien ausdrücklich den Auftrag zur Willensbildung des Volkes zu. Der Erfolg der AfD ist keine „populistische“ Anomalie, kein Krisenzeichen, sondern ein Beleg für die Vitalität unserer parlamentarischen Demokratie, in der sich die Parteienlandschaft ändert und ausdifferenziert, wenn sich die Auffassungen der Bürger ändern. Schon gar nicht kann von einem „Rechtsruck“ die Rede sein, denn die Rückabwicklung linksliberaler Gesellschaftsmodelle, die ihre Ursprünge im Denken der 68er haben, rückt die Gesellschaft wieder in die Mitte!

Die AfD hat den Auftrag zur Willensbildung durch erfolgreiche Wahlen erworben. Sie führt diesen Auftrag seit 2014 auf kommunaler und europäischer Ebene, seit März 2016 auf Landesebene aus. Sie wird ihm 2017 auch in Berlin, auf Bundesebene gerecht werden.

Versöhnung von Ökonomie und kultureller Identität

Nicht von ungefähr ist der Aufstieg der AfD mit dem der Grünen, dem parteipolitischen Arm der 68er-Bewegung, vergleichbar. Sie hatten, überlagert von kruden und schädlichen Gesellschaftsutopien, ein durchaus ehrenwertes Anliegen: den Schutz der Natur. Genauso wie es notwendig war und ist, Ökonomie und Ökologie miteinander zu versöhnen, verlangen nun immer mehr Menschen, dass Ökonomie und kulturelle Identität miteinander versöhnt werden. Die Europäer verstehen sich nicht als Konsumenten, die in einer nivellierten Massengesellschaft leben wollen. Sie wollen in historisch gewachsene Kulturen eingebunden sein.

AfD stellt sich Politik der Entgrenzung entgegen

Die AfD stellt sich gegen eine Politik der Entgrenzung, gleichgültig ob sie einer abstrakten linken One-world-Theorie oder der Markt-Ideologie der Großkonzerne folgt. Sie tritt konsequent für die Selbstverwaltung von Kommunen und Ländern, von historisch gewachsenen Einheiten, ein und lehnt sich gegen eine zentralstaatliche EU auf, die die Geschicke von 500 Millionen Europäern an nationalen und föderalen Parlamenten vorbei bestimmen will.

Entgrenzung: Das neue Jahr begann wie das alte endete

Stichwort Entgrenzung: Das neue Jahr begann wie das alte endete. Hunderte Nordafrikaner versammelten sich in den Großstädten, insbesondere im Hinblick auf Köln muss man von einer Provokation, von einer Machtdemonstration eine Masse sprechen, die die deutsche Willkommenskultur auf ihre Art auslegt. Die fürsorgliche Alimentierung eines freizeitorientierten Lebens in der bunten Republik begreift sie als „Schwäche“.

Jahre linker Politik haben es notwendig gemacht, die Domplatte zur Festung auszubauen

Jahre linker Politik haben in letzter Konsequenz dazu geführt, dass tausende Polizisten die Domplatte wie eine Festung schützen mussten, damit Bürger unbeschwert Silvester feiern können. Hyperliberale Gutmenschenpolitik hat gerade in Köln zu jener Überwachung durch die Polizei geführt, vor dem die Linke doch immer gewarnt hat. Es ist deshalb wahnwitzig wie die Obergrüne Simone Peter diese Sicherheitsvorkehrungen, die gerade aus einer verfehlten Einwanderungspolitik und den systematischen Übergriffen des letzten Jahres resultieren, als „rassistisch“ abwertet.

Diese Zustände sind in Budapest, Warschau, Prag und Bratislava undenkbar. Diese Länder haben sich gegen eine Masseneinwanderung aus kulturfremden Räumen entschieden, sie stellen ihre Polizisten an die Außengrenzen.

Das protestierende Volk

2017 will die AfD Dostojewskis Diktum Die Deutschen sind das protestierende Volk mit Leben erfüllen: durch einen entschlossenen Wahlkampf und den Ausbau einer Gegenöffentlichkeit. Es passt sehr gut, dass das Wartburgfest, auf dem Studenten von den Obrigkeiten eine Verfassung und nationalstaatliche Einheit einforderten, sich 2017 zum zweihundertsten Mal jährt.

Joachim Paul

Bild: Bundestag in Berlin (Pixabay)